Bachelorarbeit (laufend)

Christian Mealing

Umweltingenieurwesen

GIS-gestützte Identifikation von Brachflächenpotenzialen für die innerstädtische Nachverdichtung

Die Nutzung von Flächen außerhalb bestehender Siedlungen ist mit vielen Nachteilen wie erhöhter Versiegelung, negativen Auswirkung auf die Biodiversität sowie Nutzungskonflikte mit Landwirtschafts- und Erholungsflächen verbunden. Gleichzeitig steigt vor allem in Großstädten der Bedarf an Wohnraum. Um sowohl dem Ziel des verringerten Flächenverbrauchs als auch der notwendigen Wohnraumbereitstellung gleichermaßen gerecht zu werden, wird seit einigen Jahrzehnten das Leitbild „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ verfolgt. Dabei werden soweit möglich im Zuge der Nachverdichtung ungenutzte oder niedrig genutzte Flächen innerhalb bebauter Gebiete für den Wohnungsbau genutzt. Eine Quelle solcher Flächen sind dabei Brachflächen, also Flächen die ehemals baulich genutzt wurden, aber heutzutage keinen Nutzen mehr haben.
Die Erfassung von Brachflächen ist aber mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Die Informationslage variiert stark zwischen den Bundesländern und beruht oft auf veralteten bzw. uneinheitlichen Methoden wie die Auswertung von Satellitenbildern oder der Ortskenntnis von Einzelpersonen. Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung einer übertragbaren GIS-basierten Methode, um Brachflächen erfassen zu können. Dazu werden bestimmte Kriterien erarbeitet, welche anhand von rechtlichen, technischen, sozialen und wirtschaftlichen Kriterien Flächen finden, die für eine Nachverdichtung infrage kommen. Im Anschluss werden diese Kriterien auf das Gebiet der Stadt Celle angewandt.

Lehrstuhl und Betreuer

Lehrstuhl für Ressourceneffizientes Bauen
(Prof. Dr.-Ing. Annette Hafner)

Lehrstuhllogo

Betreuung

M.Sc. Caya Zernicke